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Familie - der Schlüssel zur Freiheit

Familie ist weit mehr als nur ein Wort. Neben einer sachlichen Definition der Zusammengehörigkeit einzelner Personen ist es gleichzeitig der Ausdruck der gerade geltenden Lebenseinstellung. Schaut man z.B. bei Bilderdiensten nach dem Wort Familie, bekommt man oft Vater, Mutter und ein bis zwei Kinder. Sehr selten vielleicht noch Oma und Opa. Laßt uns den Begriff der Familie von Grund auf neu definieren.

In einer funktionierenden Gesellschaft ist die Familie zwar die kleinste zusammenhängende Gruppe, aber dafür auch die wichtigste. Familie bedeutet nicht nur das Krüppelkonstrukt der modernen Gesellschaft, sondern einen weitverzweigten Baum, der sich über drei bis zum Teil fünf lebende Generationen erstreckt. Jeder der Eltern hat ebenfalls Vater und Mutter. Das macht dann schon vier Personen, die ihrerseits aber auch wieder Geschwister, Kinder, Enkelkinder etc. haben. Jeder kann sich sehr leicht vorstellen, daß allein bei der Betrachtung der lebenden Verwandten schon eine ganz ordentliche Gruppe zusammen kommt. Nimmt man dann auch noch angeheiratete Zweige hinzu, wird es schnell ganz schön groß. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl wird heute ganz bewußt unterdrückt und so ist schon der Zweig von Schwager oder Schwägerin nicht mehr Familie.

Klar ist natürlich, daß diese Betrachtung eine gewisse Grenze bekommt, denn sicherlich möchte auch der Schwager gern von seiner eigenen Familie sprechen, was nicht verwerflich ist. In früheren Zeiten kam dann irgendwann der Begriff der Sippe zum Tragen. Innerhalb der Sippe verspürt man einen familiären Zusammenhalt, obwohl die verwandschaftlichen Beziehungen langsam soweit auseinander driften, daß selbst Ehen möglich wären, ohne Angst vor Inzucht zu haben.

Für die derzeitige Gesellschaft sind solche Strukturen der absolute Horror. Zur Zeit setzt alles auf individuelle Personen (wohlgemerkt nicht Menschen), die sich einzeln steuern lassen. Schon in einer guten Familie würde kein Mitglied durch eine Fehlhandlung fallen gelassen. Die Familie nähme sich des Problems nach besten Kräften an und fände sicherlich eine Lösung dafür. Dies darf in einer modernen Gesellschaft einfach nicht vorkommen. Noch viel schlimmer wäre es, wenn eine ganze Sippe dahinter stünde und mit der geballten Macht von 50 bis 100 Menschen den Fehler eines einzelnen auffangen würde. Wir sehen hier sehr deutlich, daß es von immenser Wichtigkeit ist, kleine Zellen, am besten wenn sie familiär miteinander verbunden sind, dazu zu nutzen, Störungen von Außen abzufedern und auszugleichen.

Zum Abschluß einmal zwei kontroverse Szenarien:
1. Die heutige Familie
Die Aktivitäten von Vater oder Mutter geraten in Schieflage. Hilfe von Verwandten oder Freunden ist nicht in Sicht, also bleibt nur die Aufgabe all dessen, was man sich erarbeitet hat und letztendlich die Erklärung gegenüber der Obrigkeit (was ist das überhaupt?), daß man so nicht weiter machen kann. Die Folgen sind oft ein menschenunwürdiger Marathon durch die Bürokratie, der letztendlich aber fast immer in der sozialen Abhängigkeit vom Staat endet - modernes Sklaventum!
2. Der Idealfall
Auch hier gerät jemand in Schieflage, aber eine starke Familie oder Gemeinschaft greift ein und beginnt schon zu einem frühen Zeitpunkt, mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Im besten Fall helfen schon kleine Eingriffe, wie z.B. ein wirklich guter Rat oder ein richtiges Wort an der richtigen Stelle, vielleicht auch eine kleine kurze Finanzspritze und die Schieflage löst sich auf.

Es ist uns vollkommen unverständlich, wie die 2. Variante, die noch vor 150 Jahren gut funktionierte, komplett zerstört und durch die 1. Variante ersetzt wurde. Aber immerhin, wir brauchen in diesem Fall die Zukunft nicht neu zu erschaffen, wir brauchen nur in die Vergangenheit schauen.