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Jahresende - oder doch nicht?

Eine kurze Betrachtung über Kalender 

Seit Ende des 16. Jahrhunderts benutzt ein Großteil der Welt den nach Papst Gregor benannten Gregorianischen Kalender. Rein technisch gesehen korrigiert er mit den Schaltjahren perfekt die ”krumme” Anzahl der Tage, die die Erde für einen Sonnenumlauf braucht. Die 13 Mondzyklen in diesem solaren Jahr haben zwar den Mon(d)aten den Namen gegeben, aber leider wurden sie auf 12 reduziert. Auch die Anzahl der Tage ist eher unlogisch, 7x30 + 5x31 ergibt auch 365. Im Schaltjahr könnte man einen 30 Tage Monat auf 31 verlängern. Was soll also der Februar? 

Ein solarer Kalender beginnt normalerweise mit einem solaren Ereignis, also Sonnenwende oder Tag- und Nachtgleiche (Äquatorial-Durchgang). Der 1. Januar hat überhaupt keine natürliche Bedeutung. An diesem Tag passiert rein gar nichts, nicht einmal die germanischen Rauhnächte enden an diesem Tag. Sehr viele germanische Feste wurden von der katholischen Kirche überformt. Das Fest der Ostara, Ostern genannt, hat ja wenigstens noch seinen alten Platz behalten, aber Weihnachten? Es soll das Fest des neues Lichtes sein,  aber nach diesem Krüppelkalender müßte es dann korrekterweise irgendwann zwischen dem 20. und 22. Dezember stattfindet. Und daß Jesus nicht am 25. Dezember geboren wurde, sollte jedem klar sein. Welcher Hirte würde die Nacht bei Frost mit seinen Schafen auf dem Feld verbringen?

Nun aber zu den positiven Überlegungen. Es gibt 4 Punkte im Jahr,  die man logischerweise als Kalenderbeginn nutzen könnte. Bei den beiden Sonnenwenden hat man natürlich dasselbe Problem wie bei den Tag- und Nachtgleichen - die Gegensätzlichkeit der nördlichen und südlichen Erdhalbkugel. Ach ja  und an alle Flacherdler, sie ist eine Kugel  alles andere ist mittelalterlich, wichtigtuerisch und schlichtweg dumm. Nimmt man die Sonnenwenden, hat man auf der einen Seite die Geburt des neuen Lichtes und auf der anderen den Tod desselben. Nimmt man die Tag- und Nachtgleichen, trennen sie das Sommerhalbjahr vom Winterhalbjahr, zwar genau umgekehrt, aber auf der ganzen Welt gleich. Für unser Verständnis der bessere Zeitpunkt, einen Kalender zu beginnen. Die Kalender vieler Naturvölker und sogar der Römer nutzten den sog. Frühlingspunkt. 

Was ist mit Mondkalendern? Die Mondzyklen eignen sich sehr gut, um bestimmte Tätigkeiten daran zu orientieren. Aus verschiedenen Gründen sind sie allerdings dem solaren Kalender untergeordnet. Da 13 Mondzyklen nicht dem solaren Zyklus entsprechen, brauchen diese Kalender immer wieder Korrekturtage, sonst würde ein Wintermonat schnell im Sommer landen. 

Wir machen uns an dieser Stelle ja Gedanken über die Zukunft, also sollten wir auch erlangtes Wissen in die Praxis umsetzen, schließlich wollen wir ja nicht wieder zurück auf die Bäume. Auch die Orientierung eines Kalenders an anderen astronomischen Ereignissen mag für einige Nischen einen Sinn machen, aber wen interessiert schon der Uranus Umlauf  mit seinen 84 Jahren im praktischen Leben? Außer natürlich, er lebt in der dortigen Raumstation und für die astrologische Entwicklung des Menschen. 

Laßt uns gemeinsam überlegen, wie wir dieses “Ungetüm” von Papst Gregor loswerden und zu einem echten Hilfsmittel der Zeitbestimmung umwandeln.