Das neue alte Geldsystem
Das Fiat-Geldsystem
Wer sich mit dem heutigen Geldsystem auszukennen glaubt, wird von Grund auf neu lernen müssen. Da wir aber nur weit genug in der Zeit zurück gehen müssen, ist das gar nicht so schlimm. Sicherlich hast Du schon vom Goldstandard gehört, aber der ist nur der erste Schritt auf dem Weg.
Was bedeutet "Goldstandard"?
Entgegen der Behauptungen moderner Finanzexperten hat sich der Wert des Goldes niemals geändert, nur das Papier- oder Buchgeld hat seinen Wert verändert. Das bedeutet, daß eine Währung nach dem Goldstandard absolut wertstabil bleibt. Natürlich kann sich auch hier der Preis anderer Waren ändern, z.B. wenn es eine sehr gute oder sehr schlechte Ernte gab, dann könnte das betreffende Lebensmittel schon mal billiger oder teurer werden.
Das Geheimnis echten Geldes
Im Gegensatz zum Fiat-Geld des Zentralbanksystems, behält echtes Geld seinen Wert und die Kaufkraft schwankt nur durch Angebot und Nachfrage bestimmter Waren. Man kann also z.B. auf eine Münze eine Zahl prägen, die genau dem Wert dieser Münze entspricht. Und damit kommen wir auch schon zu dem oben erwähnten Zwischenschritt, denn Gold ist einfach zu wertvoll, um daraus Münzen für den täglichen Gebrauch herzustellen. Würde man z.B. eine kleine Menge Gold in eine größere Münze aus wertloserem Material einbetten, hätte niemand die Möglichkeit, die Echtheit auf einfachem Weg festzustellen.
Aus diesem Grunde gab es früher auch zusätzlich zum Goldstandard noch solche, die auf Platin, Silber, Messing oder Kupfer basierten. Interessanterweise ist das Verhältnis zwischen Gold und Silber über die Jahrhunderte nahezu gleich geblieben, nur Kupfer hat durch die Verwendung als Draht und Kabel einen anderen Wert erhalten.
Es kann also passieren, daß man für 100 Kupferpfennige keinen Silbertaler mehr bekommt, aber sie haben immer noch die gleiche Menge Kupfer. Diese Tatsache stabilisiert auch die kleineren Währungseinheiten, denn es ist eben nicht möglich, eine unbegrenzte Menge dieser Geldstücke in den Umlauf zu bringen, so wie dies heute mit dem Fiat-Geld geschieht.
Wachstum, Zins und Zinseszins, der Untergang eines Geldsystems
Zins und Zinseszins basieren auf einer Wertschöpfung aus dem Nichts. Geld erschafft sich selbst, nur weil man lange genug wartet - das kann nicht gut gehen. Genauso ist es mit dem Wachstum.
Jetzt wird sicherlich der eine oder andere sagen, daß ja in der Natur jede Pflanze und jedes Tier wächst, aber derjenige verschweigt dann auch gern, daß beide irgendwann sterben. Dies kann man eins zu eins übernehmen, denn jedes wachsende System kollabiert eines Tages, stirbt also und muß neu aufgebaut werden.
Die Zentralbanker der Vergangenheit haben diesen unvermeidlichen Kollaps immer geschickt durch Katastrophen und Kriege getarnt. Wohin ein zügelloses Wachstum führen würde, zeigt ja der berühmte Josephspfennig. Hier ist uns sogar der teils verhaßte Islam voraus, denn eigentlich darf kein Moslem mit Geld Geld verdienen. Für das Christentum galt früher dasselbe, daher sind ja auch alle großen Banken in jüdischem Eigentum, denn die durften das schon immmer.
Es wird also in der Zukunft kein uns bekanntes Zinssystem mehr existieren, sondern nur noch klare Gebühren und es kann auch kein endloses Wachstum mehr geben. Wir werden also nur noch das produzieren, was auch wirklich gebraucht wird. So bestimmt Angebot und Nachfrage wieder den Preis und niemand würde Dinge "auf Halde" produzieren und dann versuchen, durch geschickte Werbung nutzlose Waren "an den Mann (oder die Frau)" zu bringen. Wer wäre schon so dumm und würde zuviel herstellen, damit es dann billiger wird und er für mehr Arbeit, das gleiche Geld bekommt?
Fazit
Es ist sicherlich für uns alle sehr schwer, sich dieses neue Geldsystem vorzustellen, aber wenn man mal ein paar vereinzelte Versuche in der Antike außen vor läßt, hat dieses "neue" System tausende von Jahren erfolgreich funktioniert und wurde nur vor rund 250 Jahren von einigen, tatsächlich jüdischen, Goldschmieden ausgehebelt. Diese begannen, das Gold zu lagern und dafür "Quittungen" auszustellen, mit denen man bezahlen konnte. Als es dann mehr Quittungen gab, als Gold in den Tresoren, war im Prinzip das Geldsystem geboren, welches wir kennen. Du siehst also, unser bekanntes System ist die Ausnahme, das echte Geldsystem ist die Regel.